Nachdem das Nuraghendorf Palmavera verlassen worden war, ging die Kontrolle des Gebietes auf den Nuraghen von S. Imbenia über. Beide, der Nuraghe wie auch das Dorf, gehören der späteren Nuraghenzeit an. Aber die Geschichte dieses Ortes ist anders und geheimnisvoll.

Was liegt hinter den zahlreichen griechischen und phönizischen Fundstücken, die im Innern des Nuraghen gemacht wurden? Welche Art von Handelsverbindungen unterhielt das Dorf?
Die gefundene mit Kupferbarren gefüllte Amphora gibt einen Teil der Lösungen: An dieser Stelle befand sich während der Nuraghenzeit wahrscheinlich ein wirklicher Handelsplatz, benutzt von den Phöniziern, die an Metallen interessiert waren.

Diese regelmäßigen und häufigen Tauschaktionen fanden während der Eisenzeit, von Ende des 9. bis Anfang des 8. Jhd. v. C., statt: eine sehr fortgeschrittene Zeit der Nuraghenkultur allgemein und ins besondere des Dorfes von Sant'Imbenia, dessen älteste Spuren in die mittlere Bronzezeit (1600-1300 v. C.) gehen.

Mit Sicherheit bestand die Bevölkerung von Sant'Imbenia nicht nur aus fähigen Händlern, sondern ihre Handelsbeziehungen wurden auch durch die Anwesenheit einer kleinen phönizischen Gemeinschaft unterstützt.